Am Montag stimmt der Kantonsrat über die Zukunft des ZVVs ab – die Jungen Grünliberalen haben die Prüfung einer Ausweitung des Nachtnetzes auf weitere Nächte eingebracht. Unsere Vorstellung der Umsetzung ist klar: Wir wollen das Nachtnetz light am Donnerstag – reduzierter Betrieb und trotzdem die Möglichkeit, in der Nacht auf Freitag gut nach Hause zu kommen.

Zürich ist eine pulsierende Stadt mit einem umfangreichen Nachtleben. Nicht nur am Wochenende, auch unter der Woche nutzen viele (junge) Erwachsene das vielfältige Angebot (Bars, Clubs, Konzerte, Theater) in der Stadt Zürich. Doch wer unter der Woche nach Hause kommen möchte, hat nur wenige Optionen: Taxi oder Privatauto. Taxis sind teuer, besonders wenn man ausserhalb der Stadt Zürich wohnt, und viele Junge haben gar kein Auto mehr. Die Benützung des Autos in Kombination mit Alkoholkonsum ist vom Sicherheitsaspekt her sowieso zu verhindern.

Der Donnerstagabend ist aus Sicht des Nachtlebens ein sehr attraktiver Abend, welcher auch von den Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Zürich immer intensiver genutzt wird. Die meisten müssen wohl oder übel auf den letzten Zug oder sich mühsam eine andere Alternative überlegen – oder einfach zu Hause bleiben. Damit soll zumindest am Donnerstag nun Schluss sein.

Die Jungen Grünliberalen und der Verein Pro Nachtleben (Zusammenschluss fast aller Jungparteien) sind überzeugt, dass die Nachfrage am Donnerstag für den Betrieb eines Nachtnetz light vorhanden ist: “Das Nachtleben hat sich längst auch am Donnerstag etabliert. Viele erfolgreiche Aktivitäten finden bereits jetzt statt.” sagt Manuel Frick, Präsident der Jungen Grünliberalen Zürich. “Es wird Zeit, dass der Nachtfahrplan den Bedürfnissen der Bevölkerung angepasst wird.”

Dabei soll das Nachtnetz nicht 1:1 vom Wochenende übernommen werden: “Das Nachtnetz soll bedarfsgerecht und effizient angepasst werden”, so Frick weiter. “Wir stellen uns beispielsweise anfänglich zwei Takte am Donnerstag vor, sind aber offen für Vorschläge des ZVV”.

Die ZVV-Strategie wird am Montag im Kantonsrat unter Traktandum 6 behandelt. Mehrkosten für den Steuerzahler gibt es übrigens keine – das Nachtnetz wird bereits jetzt kostendeckend betrieben.

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