Medienmitteilung vom 4. August 2016

 

Junge Grünliberale fordern: Bundesrat soll mit Schnellladestationen vorwärts machen

38% der CO2-Emissionen in der Schweiz stammen aus dem Mobilitätssektor. Es besteht also grosses Potential, in diesem Bereich substantielle CO2-Einsparungen zu realisieren.

Die Elektromobilität ist dafür die erfolgversprechendste Massnahme. Mit der Stärkung der Elektromobilität können nämlich mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden: Elektroautos sind leiser als Autos mit Verbrennungsmotor, die Schadstoff- und CO2-Emissionen bei der Fahrt entfallen vollständig, und die deutlich höhere Effizienz von Elektroantrieben senkt den gesamten Energieverbrauch des Strassenverkehrs. Ausserdem wären Elektrofahrzeuge für die meisten Nutzer selbst bei tiefen Benzinpreisen die kostengünstigere Variante.

Der Individualverkehr ist trotz starkem öV-Netz ein wichtiger Pfeiler der Mobilität in der Schweiz. Das stark wachsende Angebot an Elektro- und Plugin-Hybrid-Modellen bei allen Autobauern zeigt, dass die Elektromobilität aus Sicht der Automobilindustrie die Zukunft ist. Um der Bevölkerung zu ermöglichen, diese zukunftsträchtige Technologie im Interesse der Umwelt und der Lebensqualität aller zu nutzen, braucht es ein verlässliches Netz an Schnellladestationen – vor allem auch dort, wo Autos über längere Strecken fahren – an den Autobahnraststätten.

Der Bundesrat erwartet, dass bis 2050 30-40% der Autoflotte elektrisch unterwegs sein werden, andere Szenarien gehen sogar von noch höheren Anteilen aus.

Damit diese Erwartungen auch in Erfüllung gehen, müssen die grössten Barrieren für die Elektromobilität reduziert werden. Der Nummer 1 Grund, heute kein Elektroauto zu kaufen, ist die tiefe Anzahl von Schnellladestationen. Der Bundesrat hat dieses Hindernis auch erkannt – aber noch nicht viel dagegen unternommen. Die Jungen Grünliberalen fordern deshalb den Bundesrat auf, das Projekt Schnellladestationen an allen Autobahnraststätten jetzt umzusetzen. Gemäss einer Studie der Raiffeisen und der Universität St.Gallen sind 69% der Schweizerinnen und Schweizer für einen Ausbau der Schnellladeinfrastruktur in der Schweiz. Die Techonolgie ist längst vorhanden, und nur mit einem landesweiten Netz an Ladestationen kann eine bedeutend höhere Zahl von Automobilisten motiviert werden, beim Autokauf auf Elektromodelle zu setzen.

Dies reduziert gleichzeitig die CO2-Emissionen und unseren Energieverbrauch – eine klassische Win-Win-Situation.

 

Weitere Auskünfte:

Pascasl Vuichard, Co-Präsident jglp CH, 079 561 41 89

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