irreführende Facebook-Werbung

Fake-News-Alarm und fragwürdige Methoden bei der FDP

Das Zürcher Wassergesetz ist hart umkämpft. Nun setzt auch die FDP Kanton Zürich auf fragwürdige Methoden und setzt mutmasslich Micro-Targeting gepaart mit absichtlich falschen Behauptungen bei den ökologischen Wählern des Kanton Zürich ein, wie es im amerikanischem Wahlkampf leider zum Alltag gehört.

FDP-Abonnenten sehen das Facebook-Video nicht: Mit schönen Bildern von naturnahen Bächen wir für ein Ja zum Wassergesetz geworben. Wer Revitalisierung befürworte, für wen Umweltschutz wichtig sei, der müsse Ja zum Wassergesetz sagen, so die FDP.

Die blanke Ironie: Das Gesetz erschwert Renaturisierungen, da es Landeigentümer gegenüber der Allgemeinheit stark bevorzugt und senkt die Abstände der Landwirtschaft zum Wasser aufs Minimum. Die FDP wirbt mit dem exakten Gegenteil.

Hat die FDP ihr ökologisches Gewissen entdeckt?

Nein, natürlich nicht. “Ein Ja wäre eine ökologische Katastrophe. Es handelt sich um gezielte Werbung der FDP, welche nicht im Feed angezeigt wird. D.h. die Abonnenten der FDP sehen das Video nicht, sondern nur die eingestellte Zielgruppe, vermutlich ökologisch tickend”, so Manuel Frick, Co-Präsident der Jungen GLP Kanton Zürich. “Die FDP versucht wohl, das ökologische Segment gezielt zu verunsichern”.

Die Videos sind intransparent gesponsert, die normalen Abonnenten sehen das obige Framing nicht, wie man auf dem FDP-Feed leicht kontrollieren kann. Diese Methoden wurden im Wahlkampf um Trump erstmals bekannt und zeigen nun auch in der Schweiz erste Früchte, wenn auch nicht im gleichen Ausmass. Die Taktik wird verwendet, um Unterstützer der Gegenseite so zu verwirren, dass sie nicht mehr abstimmen.

Quo vadis, Politik?

Es ist zum Haare raufen. Die Kampagne zum Wassergesetz ist bereits so etwas grenzwertig, und nun überspannt die FDP den Bogen komplett und verbreitet gezielt Verwirrung in den ökologischen Segmenten im Stile amerikanischem Wahlkampfes. Man kann nur hoffen, dass die Wähler des Kanton Zürichs dieser heuchlerischen Politik am 24. März die Quittung geben.

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Für Rückfragen und weitere Informationen: Manuel Frick, Co-Präsident Junge Grünliberale Zürich (076 318 47 72, manuel.frick@jungegrunliberale.ch)

Die FDP versucht wohl, das ökologische Segment gezielt zu verunsichern„, Co-Präsident Manuel Frick

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