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Der Wert der internationalen Zusammenarbeit oder wieso wir nicht auf eine Invasion von Aliens warten sollten

Wer kennt ihn nicht, den Film „Independence Day“, in dem die Menschheit von einer Flotte gigantischer Raumschiffe bedroht wird? Und wer hat nicht auch ein Tränchen verdrückt, als die Menschen die Eindringlinge mit vereinten Kräften in die Flucht geschlagen haben? Doch braucht es tatsächlich eine Bedrohung aus dem All, damit eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit möglich ist?

Aktuell ist die Stimmung an multinationalen Anlässen getrübt. Die internationale Zusammenarbeit harzt. Am UN-Klimagipfel 2019 warnte der Generalsekretär der vereinten Nationen, António Guterres, vor einer Blockbildung zwischen den USA und China à la kalter Krieg. Donald Trump liess amn demselben Treffen verlauten, dass die Zeit der „Globalisten“ vorbei sei und die Zukunft den Patrioten gehöre. Er ist nicht der Einzige, der so denkt. Weltweit wachsen sowohl die Kritik an den multinationalen Institutionen als auch Protektionismus und Nationalismus.

Dabei gäbe es genügend Herausforderungen, die ausschliesslich auf globaler Ebene gelöst werden können – der Klimawandel ist eine davon. Er ist genauso bedrohlich wie die invasiven grünen Männchen, für manche Politiker scheinbar aber nicht ganz so leicht erkennbar. Weil den CO2 Emissionen Landesgrenzen herzlich egal sind, betrifft das Handeln eines einzelnen Staates jeden anderen Staat. Mit anderen Worten: Der Klimawandel ist eine der vielen globalen Herausforderungen, die keine Grenzen kennt. Nur in Zusammenarbeit mit anderen Staaten können solche Probleme gelöst werden. Die Schweiz erwirtschaftet zudem 64 % ihres Wohlstandes mit Exporten. Selbst wenn man nicht „grün“ oder ein „Globalist“ ist, sollte man also nur schon aus ökonomischen Überlegungen ein Interesse an einer funktionierenden internationalen Zusammenarbeit haben.

Wenn nun Kritiker sagen, dass die Schweiz am Zerfall der internationalen Zusammenarbeit sowieso nichts ändern könne, irren sie sich. Bezeichnend war für mich die Situation, als mir in einem multilateralen Meeting die türkische Delegierte ins Ohr flüsterte, dass die Schweiz nun doch einen Lösungsvorschlag machen sollte, um die festgefahrene Diskussion voran zu bringen. Die Schweiz hat offensichtlich den Ruf der Brückenbauerin und wird dafür in der internationalen Zusammenarbeit geschätzt. Unser Engagement auf globaler Ebene ist entsprechend wichtig, um das Vertrauen zwischen den anderen Staaten erneut aufzubauen. Dies schlussendlich mit dem Ziel, dass zusammengearbeitet anstatt aufgerüstet wird.

Stell Dir eine Schweiz vor, die wieder vermehrt auf die internationale Zusammenarbeit setzt: „Imagine“, dass die Schweiz sich nicht abschottet, sondern den Dialog und die Zusammenarbeit mit anderen Staaten sucht. „Imagine“, dass die internationale Zusammenarbeit im Parlament und auch in der Bevölkerung als Bereicherung und nicht als Bedrohung wahrgenommen wird. „Imagine“ eine Welt, in der das gegenseitige Misstrauen unter den Staaten verschwunden ist und die Armeebudgets für Konstruktives wie die Bekämpfung von Armut und Krankheit sowie die Förderung der Bildung, Forschung und Innovation verwendet werden: „Imagine all the people living life in peace“.

Mehr internationale Zusammenarbeit, auch in Friedenszeiten

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Lorrette Giacometti, Rechtsanwältin

Nationalratskandidaten  Junge Grünliberale
Liste 29, jGLP Zürich

https://www.lorettegiacometti.ch

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