Prob­leme

Immer mehr Leute pen­deln: Ein­er­seits wegen der gün­sti­gen Kon­di­tio­nen des öffentlichen Verkehrs (ÖV) und ander­er­seits wegen hohen Steuer­abzü­gen im Indi­vid­u­alverkehr (IV). So scheren Arbeit­splatz und Wohnort immer weit­er auseinan­der, was zu ein­er Zer­siedelung der Natur führt. Da die Mobil­ität nicht selb­st­fi­nanzierend ist und immer mehr Leute pen­deln, steigen die Kosten für den Staat in abse­hbar­er Zukun­ft auf ein kaum mehr trag­bares Mass.

Lösungsan­sätze

  • Mobil­i­ty Pric­ing: Mobil­ität muss im All­ge­meinen teur­er wer­den, damit sie am Ende selb­st­fi­nanzierend ist. Dies kön­nte durch ein GPS Sys­tem bei Indi­vid­u­alverkehr und öffentlichem Verkehr durchge­führt wer­den. Hier­bei wür- den auf bes­timmte Streck­en zu ein­er bes­timmten Zeit bes­timmte Kosten anfall­en. Dieses Tar­if­sys­tem kön­nte man so anpassen, dass es sozialverträglich ist; man würde also beispiel­sweise auf dem Land, wo es keine andere Fort­be­we­gungsmöglichkeit als das Auto gibt, einen bil­ligeren Tarif anset­zen. Dadurch wird die Mobil­ität teur­er, weshalb die Min­er­alöl­s­teuer abgeschafft wer­den sollte, um eine Kosten­neu­tral­ität zu garantieren.
  • Die Steuer­abzüge auf IV und ÖV sollen in gle­ich­er Höhe aus­fall­en und länger­fristig ganz abgeschafft wer- den. Dies bed­ingt, dass die Steuer­abzüge auf den mit dem Auto zurück­gelegten Arbeitsweg tiefer wer­den und schliesslich ganz ent­fall­en.
  • Wenn die Mobil­ität teur­er wird, haben die Men­schen einen starken Anreiz, möglichst nahe am Arbeit­splatz zu le- ben. Dies wird jedoch in vie­len Fällen durch die weni­gen und sehr teueren Woh­nun­gen ger­ade in der Stadt Zü- rich, wo sich die meis­ten Arbeit­splätze befind­en, verun­möglicht. Deshalb müssen par­al­lel zum Mobil­i­ty Pric­ing raum­planer­ische Änderun­gen vorgenom­men wer­den:
  • Um mehr Platz für Woh­nun­gen zu schaf­fen sollen Gebäude, die kein Tages­licht brauchen (z.B. Ein- kauf­szen­tren) unter dem Boden angelegt wer­den. Zudem muss es wegen des begren­zten Platzes in der Stadt möglich sein, in die Höhe zu bauen.
  • In der Stadt müssen gün­stige Woh­nun­gen geschaf­fen wer­den, wobei man bei der Quartier­pla­nung auf eine gute soziale Durch­mis­chung in den Quartieren acht­en sollte.
  • Alle diese Mass­nah­men funk­tion­ieren nur, wenn die Schweiz, oder min­destens die Nach­barkan­tone des Kan­tons Zürich, mitziehen. Deshalb müsste man eine gesamtschweiz­erische Lösung anstreben oder zumin­d­est die Nach­barkan­tone eben­falls verpflicht­en.
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